Gehebelte ETFs stehen im Mittelpunkt einer aktuellen Renditedebatte: Ein zweifach gehebelter Nasdaq-100-ETF des Anbieters Amundi erzielte seit seiner Auflage 2006 laut Bloomberg-Daten eine Rendite von 13.000 Prozent – gegenüber knapp 2.000 Prozent beim klassischen Pendant im selben Zeitraum.

Gehebelte ETFs sind börsengehandelte Fonds, die tägliche Kursbewegungen eines Index mit einem Faktor – meist zwei – verstärken. Steigt der Index um ein Prozent, legt der Fonds um zwei Prozent zu; fällt er, verdoppelt sich auch der Verlust.

Laut der Vergleichsplattform JustETF stehen deutschen Anlegern derzeit zehn solcher Produkte zur Verfügung. Alle weisen seit ihrer Auflage eine bessere Performance auf als ihre ungehebelten Varianten.

Verbraucherschützer und Anlageprofis warnen dennoch vor diesen Produkten: Sie gelten als zu komplex für Privatanleger und bergen ein überproportional hohes Verlustrisiko – besonders in volatilen Marktphasen.

Parallel dazu zeigt ein Vergleich beim Kindersparen, wie stark der Anlagehorizont zählt: 100 Euro monatlich über 18 Jahre ergeben auf dem Sparbuch rund 21.620 Euro, im breit gestreuten Aktien-ETF bei sieben Prozent Jahresrendite hingegen rund 43.100 Euro.