Das öffentliche Finanzvermögen Deutschlands ist 2025 um 5,9 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am 22. September 2026 mitteilte, besitzen Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung – einschließlich aller Extrahaushalte – zusammen 1 199,1 Milliarden Euro. Das sind 66,8 Milliarden Euro mehr als Ende 2024.
Alle vier Ebenen legten zu. Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Länder mit plus 8,2 Prozent auf 307,5 Milliarden Euro – allerdings sehr ungleich verteilt: Bremen legte um 28 Prozent zu, weil Barsicherheiten aus Derivat-Geschäften (Absicherungsverträgen) als liquide Mittel angelegt wurden. Nordrhein-Westfalen dagegen schrumpfte um 6 Prozent, weil das Land Schulden tilgte. Das Finanzvermögen des Bundes wuchs um 6,4 Prozent auf 457,2 Milliarden Euro – getrieben durch eine höhere Liquiditätsreserve und eine Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bahn. Die Sozialversicherung legte um 6,6 Prozent auf 181,6 Milliarden Euro zu, die Gemeinden um 1,9 Prozent auf 252,8 Milliarden Euro.
Deutschlands Staatsvermögen wächst 2025 auf 1,2 Billionen Euro
Warum das wichtig ist
Das Finanzvermögen des Staates – also Guthaben und Beteiligungen gegenüber Banken und privaten Akteuren – ist kein Haushaltsgeld, gibt aber Auskunft darüber, wie solide die öffentliche Hand aufgestellt ist.