Der europäische Erdgaspreis ist auf 64,60 Euro je Megawattstunde gestiegen – das höchste Niveau seit Mitte März. Damit hat sich der Rohstoff innerhalb von zwei Wochen um mehr als 20 Prozent verteuert. Vor dem Irankrieg, der Ende Februar begann, lag der Preis noch bei rund 30 Euro.
Hintergrund ist die anhaltende Blockade der Straße von Hormus – einer Meerenge, durch die ein Großteil des weltweiten Flüssigerdgases transportiert wird. Iran knüpft die Öffnung an die Umsetzung eines im Juni geschlossenen Rahmenabkommens mit den USA. Gleichzeitig berichten Behörden über neue Angriffe auf Handelsschiffe in der Region.
Besonders brenzlig ist die Lage in Deutschland: Die Gasspeicher sind derzeit nur zu gut 50 Prozent gefüllt – vor einem Jahr waren es knapp 67 Prozent. Der Branchenverband FNB-Gas hält die gesetzlich vorgeschriebene Füllmenge von 80 Prozent bis zum 1. November kaum noch für erreichbar. Verbraucherschützerin Ramona Pop warnt bereits vor höheren Heizkosten im Winter.
Gaspreis klettert auf höchsten Stand seit Kriegsbeginn im Iran
Warum das wichtig ist
Wer keinen Festpreisvertrag hat, sollte jetzt prüfen, ob ein Anbieterwechsel vor der Heizsaison sinnvoll ist – steigende Einkaufspreise können sich direkt auf die Gasrechnung auswirken.