Die Energiekonzepte Deutschland GmbH (EKD) aus Leipzig hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen gehörte zu den größeren Anbietern von Photovoltaikanlagen – also Solaranlagen zur Stromerzeugung – für Privathaushalte in Deutschland und hatte seit seiner Gründung 2018 mehr als 45.000 Anlagen auf deutschen Dächern installiert. Betroffen sind mehrere hundert Beschäftigte; die Angaben der beiden Quellen schwanken zwischen 340 und 400 Personen. Sieben Gesellschaften der EKD-Gruppe sollen von Insolvenzanträgen betroffen sein.
Auslöser ist eine Entscheidung des Londoner Investmenthauses Pemberton, das EKD 2025 übernommen hatte. Pemberton stellte nach der Übernahme eine neue Führung ein und startete ein Umstrukturierungsprogramm – beides reichte nicht aus. Als Grund nennt Pemberton einen anhaltenden Marktrückgang im Geschäft mit privaten Solaranlagen, der das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr tragfähig mache. Deshalb stoppte das Investitionskomitee die weitere Finanzierung.
Der Geschäftsbetrieb läuft vorerst weiter. Die Septembergehälter der Beschäftigten sollen über das Insolvenzgeld – eine staatliche Lohnabsicherung im Insolvenzfall – gesichert sein.
Solaranbieter EKD meldet Insolvenz an – 45.000 Anlagen, hunderte Jobs betroffen
Warum das wichtig ist
Wer eine EKD-Solaranlage betreibt oder gerade eine bestellt hat, sollte prüfen, ob laufende Wartungsverträge oder Installationsaufträge noch erfüllt werden – der Betrieb läuft zwar vorerst weiter, die Lage bleibt aber unsicher.