Unionsfraktionschef Thorsten Frei lehnt jede Änderung am geplanten Rentenpaket ab. Die Koalition werde die Vorschläge der Alterssicherungskommission vollständig umsetzen – einschließlich der Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. „Nein, diesen Verhandlungsspielraum sehe ich wirklich nicht", sagte der CDU-Politiker gegenüber Welt TV. Andernfalls drohe das gesamte Reformpaket zu scheitern.

Hintergrund: Die sogenannte „Rente mit 63" – benannt nach dem ursprünglichen Eintrittsalter – erlaubt es Beschäftigten mit 45 Beitragsjahren derzeit, mit 64,5 Jahren ohne Abzüge in Rente zu gehen. Das Sozialministerium unter SPD-Chefin Bärbel Bas arbeitet an der Reform. Sieben der 16 Ministerpräsidenten sprechen sich inzwischen gegen die Abschaffung aus, darunter alle fünf ostdeutschen Regierungschefs sowie Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Bremens Andreas Bovenschulte. Rehlinger plädiert dafür, einzelne Punkte im parlamentarischen Verfahren zu korrigieren, ohne das gesamte Paket aufzuschnüren.

Frei hält dagegen: Die Koalitionsspitzen hätten sich auf eine vollständige Umsetzung geeinigt – an dieser Zusage werde er festhalten.