Das Bundeskabinett hat am 12. August 2026 den Gesetzentwurf zur Frühstart-Rente beschlossen. Das Prinzip: Für jedes Kind zwischen 6 und 18 Jahren überweist der Staat monatlich 10 Euro in ein kapitalgedecktes Depot – also ein Konto, das Geld am Kapitalmarkt anlegt. Über zwölf Jahre kommen so insgesamt 1.440 Euro zusammen.

Eltern müssen dafür ab 2027 selbst ein zertifiziertes Depot eröffnen. Tun sie das nicht, legt die Deutsche Bundesbank die Beiträge gesammelt an – dieser Sammeltopf soll ab 2028 greifen. Ökonomen des Leibniz-Instituts Safe warnen jedoch vor einem konkreten Kostenproblem: Bei einer jährlichen Rendite von 7 Prozent und Gebühren von nur 0,1 Prozent wachsen die staatlichen Einzahlungen bis zur Rente auf rund 58.200 Euro. Steigen die Gebühren auf 1 Prozent, bleiben nur noch etwa 36.300 Euro übrig. Der Unterschied: mehr als 20.000 Euro. Die Forscher empfehlen deshalb ein breit gestreutes, rein aktienbasiertes Portfolio, weil lange Anlagehorizonte kurzfristige Kursschwankungen ausgleichen.