Die US-Notenbank Federal Reserve lässt ihren Leitzins erneut unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Es ist bereits die fünfte Zinspause in diesem Jahr – und der zweite Zinsentscheid unter Fed-Chef Kevin Warsh, der das Amt erst kürzlich übernommen hat.

Hintergrund ist eine hartnäckig hohe Inflation, die vor allem durch teure Energie infolge des Iran-Kriegs angeheizt wurde. Im Juni sank die Teuerungsrate von 4,2 auf 3,5 Prozent – stärker als erwartet, aber noch weit vom Zielwert der Fed entfernt. Warsh machte zuletzt deutlich, dass die Notenbank anhaltend hohe Inflation nicht tolerieren werde. Gleichzeitig trübte sich das US-Verbrauchervertrauen im Juli überraschend ein: Das Barometer des Conference Board fiel auf 90,8 Punkte, nach 92,2 im Juni – Ökonomen hatten einen Anstieg auf 92,3 erwartet.

Eine Zinserhöhung gilt derzeit als unwahrscheinlich, ist aber nicht ausgeschlossen. Aus dem Führungskreis der Fed werden entsprechende Forderungen laut, sollte die Inflation nicht bald weiter sinken.