Der DAX schloss 0,4 Prozent höher bei 25.464 Punkten – trotz eines schwierigen Umfelds. Fallende Öl- und Gaspreise stützten den Markt, doch Sorgen um die Halbleiterbranche bremsten die Gewinne.

Der Auslöser für den Druck auf Chipwerte: Der chinesische Speicherchiphersteller Changxin Memory Technologies ging in Shanghai an die Börse und schürte Angst vor wachsender Konkurrenz aus China. In Südkorea brach der Leitindex Kospi daraufhin um fast elf Prozent ein – getrieben von massiven Verlusten bei Samsung und SK Hynix, die zusammen mehr als die Hälfte des Index ausmachen. Auch der US-Technologieindex Nasdaq zeigte sich zum fünften Mal in Folge schwach, während der Dow Jones den dritten Tag in Folge zulegte. Anleger schichteten sichtbar von Tech- in Standardwerte um.

Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank kommentierte: „Die Chinesen zeigen, dass es günstiger und offener geht." In den kommenden Tagen stehen die Quartalszahlen von Microsoft, Meta, Apple und Amazon sowie der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed an.