Die Europäische Zentralbank hat den Einlagenzins zum zweiten Mal in diesem Jahr um 25 Basispunkte auf 2,5 Prozent angehoben – ausgelöst durch anhaltend hohe Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten.
Der Brent-Rohölpreis überstieg diese Woche erstmals seit Mai wieder die Marke von 100 Dollar je Barrel und kletterte bis auf rund 106 Dollar. Die geschlossene Straße von Hormus – eine Schlüsselroute für Öl- und Gastransporte – verschärft die Lage zusätzlich.
Die Inflation im Euroraum lag im August bei 3,3 Prozent, in Deutschland bei 2,9 Prozent – beide Werte deutlich über dem EZB-Ziel von zwei Prozent. Lagarde warnte, die Inflation werde noch länger als erwartet erhöht bleiben; die EZB rechnet erst für 2028 mit einer Rückkehr zum Zielwert.
Lagarde hält weitere Zinsschritte ausdrücklich offen. EZB-Direktorin Isabel Schnabel hatte bereits zuvor erklärt, eine weitere geldpolitische Straffung sei erforderlich.
Der DAX reagierte negativ: Er schloss 0,84 Prozent tiefer bei 25.361 Punkten – nach einem Verlust von 1,7 Prozent am Vortag. Höhere Zinsen verteuern Unternehmenskredite und machen Anleihen als Anlagealternative attraktiver, was Aktien belastet.
Für Sparer hingegen verbessern sich die Konditionen: Vier Banken bieten bereits bis zu 4,25 Prozent Zinsen, elf weitere über 3,5 Prozent.
EZB hebt Leitzins auf 2,5 Prozent – DAX gibt weiter nach
Warum das wichtig ist
Verbraucher spüren die Zinswende doppelt – steigende Kredit- und Energiekosten auf der einen, bessere Sparzinsen auf der anderen Seite.
Quellen
- Tagesschau Wirtschaft ↗
- ZDF heute ↗
- WirtschaftsWoche ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Spiegel Wirtschaft ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Capital ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Capital ↗
- Tagesspiegel Wirtschaft ↗
- Focus Finanzen ↗
- Frankfurter Rundschau Wirtschaft ↗
- Stern Wirtschaft ↗