Der japanische Leitindex Nikkei ist am Freitag um drei Prozent auf 63.244 Punkte gefallen. Gleichzeitig gab der breiter gefasste Topix um 1,95 Prozent auf 3.976 Zähler nach. Zwei Faktoren belasten die Märkte: steigende Ölpreise und Sorgen vor weiteren US-Zinserhöhungen.
Der Rohölpreis zieht dabei besonders stark an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent – das internationale Referenzöl – kostete am Freitag 108,68 Dollar, ein Prozent mehr als am Vortag. US-Leichtöl WTI stieg ebenfalls um ein Prozent auf 103,45 Dollar. Beide Sorten lagen damit erstmals seit Mitte Mai wieder über der Marke von 100 Dollar und steuerten auf einen Wochengewinn von fast 13 Prozent zu. Hintergrund sind zunehmende Angriffe auf Schifffahrtsrouten rund um die Straße von Hormus – eine Meerenge, durch die in normalen Zeiten rund ein Viertel des weltweit verschifften Öls fließt. Zuletzt wurden dort erneut zwei Schiffe attackiert.
Asien ist besonders stark von Öllieferungen aus dem Nahen Osten abhängig, weshalb die Eskalation dort die Inflationssorgen in der Region weiter anheizt.
Nikkei bricht um drei Prozent ein – Ölpreis treibt Märkte
Warum das wichtig ist
Steigt der Rohölpreis, werden auch Tanken und Heizen teurer – in Deutschland trieben die hohen Ölpreise laut Statistischem Bundesamt zuletzt bereits die Inflation.