Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal 2026 trotz hoher Energiepreise und Niedrigwasser auf deutschen Flüssen gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt – also der Gesamtwert aller produzierten Güter und Dienstleistungen – legte gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt auf Basis erster Daten errechnete. In den drei Quartalen zuvor hatte die Wirtschaft im Schnitt noch um 0,3 Prozent zugelegt. Ökonomen hatten wegen des Niedrigwassers mit einer Stagnation gerechnet.
Gleichzeitig sank die Inflationsrate im Oktober auf 2,8 Prozent, nach 3,3 Prozent im September. Hauptgrund ist der Tankrabatt der Bundesregierung, der die Energiesteuer um 14 Cent pro Liter senkt. Die Entlastung gilt jedoch nur bis Dezember. Rohöl und Erdgas erreichten in der zweiten Oktoberhälfte den höchsten Stand seit 2022, weshalb mehr Unternehmen planen, ihre Preise anzuheben: Die ifo-Preiserwartungen stiegen von 23,0 auf 25,9 Punkte.
Für Sprit und Haushaltsenergie zahlten Verbraucher im Oktober 12,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Deutsches BIP wächst um 0,2 Prozent – Energiepreise treiben Inflation
Warum das wichtig ist
Ab Januar 2027 entfällt der Tankrabatt – Experten der Deutschen Bank erwarten dann eine Inflationsrate von durchschnittlich 3,4 Prozent für das Gesamtjahr.