Private Haushalte in Deutschland parken 1,865 Billionen Euro auf Giro- und Tagesgeldkonten – und bekommen dafür im Schnitt nur 0,51 Prozent Zinsen pro Jahr. Möglich wären laut einer Auswertung der Geldanlage-Plattform growney auf Basis aktueller Bundesbank-Daten bis zu 2,55 Prozent. Der daraus resultierende Zinsverlust beläuft sich auf mehr als 38 Milliarden Euro jährlich.

Auch Unternehmen verlieren Geld. Ihre sogenannten Sichteinlagen – also täglich verfügbares Kapital – summieren sich auf 0,591 Billionen Euro, verzinst mit durchschnittlich 0,81 Prozent. Mit Geldmarkt-ETFs, also börsengehandelten Fonds, die kurzfristige Anleihen bündeln, wären aktuell 2,25 Prozent drin. Der Zinsverlust für Unternehmen: rund 8,5 Milliarden Euro.

Zusätzlich entgehen Sparern bei Festgeld, Termingeldern und Sparbriefen weitere 20,4 Milliarden Euro – dort sind bis zu 3,45 Prozent pro Jahr möglich. Wer Angebote aus EU-Ländern sowie Island, Liechtenstein oder Norwegen wählt, ist dabei automatisch durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.