Zum Weltspartag am 30. Oktober stellt sich eine alte Frage neu: Reicht klassisches Sparen noch aus? Experten empfehlen, verschiedene Anlageformen zu kombinieren – je nach Ziel und Zeithorizont.
Das Sparbuch gilt als sicher, hat aber einen Haken: Abhebungen über 2.000 Euro unterliegen in der Regel Kündigungsfristen. Flexibler ist das Tagesgeldkonto – Geld lässt sich jederzeit einzahlen und abheben, die Zinsen orientieren sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank. Wer dagegen langfristig Vermögen aufbauen will, kann in ETFs investieren – börsengehandelte Indexfonds, die das Geld automatisch auf viele Unternehmen verteilen. Viele Experten kalkulieren dabei mit jährlichen Renditen von sieben bis acht Prozent.
Der entscheidende Unterschied: ETFs schwanken mit den Börsenkursen. Verhaltensökonomin Christine Laudenbach empfiehlt deshalb, mindestens zehn Jahre einzuplanen, damit sich kurzfristige Verluste ausgleichen können. Ihr Fazit: „Tagesgeld oder ETFs – es gibt da kein Schwarz oder Weiß." Ausschlaggebend ist, wofür das Geld gedacht ist und wann man es braucht.
Tagesgeld oder ETF: So kombinierst du beide Anlageformen sinnvoll
Warum das wichtig ist
Wer 10.000 Euro zehn Jahre lang in einem breit streuenden ETF anlegt, kann bei sieben Prozent Jahresrendite auf knapp 20.000 Euro kommen – beim Sparbuch bleibt der Betrag nahezu unverändert.