Bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin hat die CDU massive Verluste eingefahren. In Mecklenburg-Vorpommern droht der Partei sogar der Rauswurf aus dem Landtag: Laut ARD-Hochrechnung liegt sie nur noch bei 4,9 Prozent – nach 13,3 Prozent bei der letzten Wahl 2021. In Berlin kommt die CDU auf 18,9 Prozent, verglichen mit 28,2 Prozent im Jahr 2023.
Bundeskanzler Friedrich Merz sprach offen von einem „Desaster" und räumte ein, die Partei sei zwischen SPD und AfD zerrieben worden. Gleichzeitig kündigte er an, seinen Reformkurs fortzusetzen. In Berlin hatte die CDU ihren Spitzenkandidaten Stefan Evers erst nach dem Rückzug von Kai Wegner im Juli mitten im Wahlkampf aufgestellt. Wegner war nach fehlerhafter Kommunikation rund um einen Anschlag auf das Berliner Stromnetz im Januar unter Druck geraten.
Im Berliner Wahlkampf dominierten Alltagsthemen wie steigende Mieten und Wohnungsnot. Die Linke setzte genau darauf und lag laut Umfragen knapp vor der CDU. Vizekanzler Klingbeil räumte ein, das Thema Rente habe bei der SPD zu „großer Verunsicherung" geführt.
CDU stürzt bei Landtagswahlen ab – Merz nennt es ein Desaster
Warum das wichtig ist
Wer in Berlin zur Miete wohnt, dürfte die Koalitionsverhandlungen genau verfolgen – je nach Bündnis steht eine mögliche Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne auf dem Tisch.