Vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh beim Treffen in Jackson Hole zeigen Asiens Börsen am Freitag kein einheitliches Bild. Tokio führt die Gewinner an: Der Nikkei-Index legt 0,8 Prozent auf 66.683 Punkte zu, der breiter gefasste Topix steigt um 0,9 Prozent auf 4152 Punkte. In China gewinnt der Shanghai Composite 0,1 Prozent auf 3962 Punkte, während der CSI-300 bei 4626 Punkten stagniert. Südkoreas Kospi verliert dagegen ein Prozent.
In Japan rückt die Inflation in den Fokus: Die Kernverbraucherpreise in Tokio stiegen im August um 1,8 Prozent – das schürt Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung der japanischen Notenbank. In Südkorea bremst nachlassende KI-Euphorie den Markt: Samsung Electronics verliert 2,26 Prozent, SK Hynix 1,45 Prozent.
Warsh hat angekündigt, weniger zu kommunizieren als seine Vorgänger. Analysten der australischen Bank ANZ hoffen dennoch, dass er zumindest einen Teil der Unsicherheit über den künftigen Kurs der Fed ausräumt. Die US-Inflation liegt derzeit bei 3,7 Prozent – deutlich über dem Fed-Zielwert von zwei Prozent.
Asiens Börsen steigen leicht – Anleger warten auf Fed-Chef Warsh
Warum das wichtig ist
Bleibt die Inflation in den USA hartnäckig hoch, steigt die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen – was Kredite und Hypotheken weltweit verteuern kann.