Die Schulden der USA haben die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten – allein der Sprung von 39 auf 40 Billionen dauerte nur fünf Monate. Gleichzeitig steigen die Renditen von Staatsanleihen, also die Zinsen, die Staaten für geliehenes Geld zahlen müssen. Das verteuert neue Schulden spürbar.
Die Zahlen sind eindrücklich: Als Ronald Reagan 1981 sein Amt antrat, lag die US-Verschuldung noch unter einer Billion Dollar. Heute zahlen die USA täglich rund 3,7 Milliarden Dollar allein an Zinsen. Das Haushaltsdefizit für 2026 wird auf etwa zwei Billionen Dollar geschätzt, die Schuldenquote – also das Verhältnis von Schulden zur Wirtschaftsleistung – auf rund 125 Prozent. Auch Deutschland nähert sich einer Quote von 80 Prozent, was im internationalen Vergleich noch solide ist, aber bei schwachem Wirtschaftswachstum zum Problem werden kann.
Das Phänomen ist global: Laut dem Institute of International Finance summieren sich die Schulden aller Staaten, Unternehmen und Privathaushalte weltweit auf rund 353 Billionen Dollar. Steigen die Zinsen im Schnitt nur um einen Prozentpunkt, kostet das die Welt jährlich 3,5 Billionen Dollar mehr.
US-Staatsverschuldung überschreitet 40 Billionen Dollar
Warum das wichtig ist
Steigende Anleiherenditen treffen Verbraucher direkt – wer heute einen Immobilienkredit aufnimmt, zahlt höhere Zinsen als noch vor wenigen Jahren.