Die Inflation in den USA ist auf 4,2 Prozent geklettert und erreicht damit den höchsten Stand seit drei Jahren. Als Haupttreiber gelten die gestiegenen Ölpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten. Auch die Kerninflation, die volatile Preise für Energie und Nahrungsmittel ausklammert, verzeichnet wieder einen Anstieg.
Die hohen Energiekosten belasten amerikanische Verbraucher zunehmend bei den täglichen Lebenshaltungskosten. Laut aktuellen Erhebungen plant bereits jedes dritte Unternehmen in den USA, seine Preise in absehbarer Zeit anzuheben. Dies könnte den Inflationsdruck weiter verstärken.
Die Entwicklung setzt die US-Notenbank Federal Reserve unter erheblichen Druck. Viele Marktteilnehmer hatten auf baldige Zinssenkungen gehofft, doch der erneute Inflationsanstieg macht solche geldpolitischen Lockerungen zunehmend unwahrscheinlich. Der neue Fed-Chef muss nun zwischen der Bekämpfung der Teuerung und der Unterstützung der Wirtschaft abwägen.
US-Inflation steigt auf 4,2 Prozent – höchster Wert seit drei Jahren
Warum das wichtig ist
Steigende US-Inflation kann deutsche Exporteure und Anleger treffen, da sie die Geldpolitik beeinflusst und Wechselkurse verändert.