Kurz vor dem G7-Gipfel im französischen Évian verschärft US-Präsident Donald Trump den Handelsdruck auf Paris: Er droht, französischen Wein und Champagner mit einem Zoll von 100 Prozent zu belegen – also zu verdoppeln, was Importeure an der US-Grenze zahlen müssen.
Auslöser ist die französische Digitalsteuer, die US-Technologiekonzerne wie Google oder Amazon stärker besteuert. Trump sieht darin eine unfaire Behandlung amerikanischer Unternehmen in Europa und reagiert mit der Zolldrohung als Gegenmaßnahme. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: Trump reist heute zum G7-Treffen, das in Frankreich stattfindet – der Konflikt mit Gastgeber Emmanuel Macron ist damit bereits vor dem ersten Handschlag öffentlich.
Ein 100-Prozent-Zoll würde bedeuten, dass eine Flasche französischer Wein im US-Handel doppelt so viel kosten könnte wie bisher. Ob Trump die Drohung umsetzt, ließ er offen.
Trump droht Frankreich mit 100-Prozent-Zoll auf Wein und Champagner
Warum das wichtig ist
Wer in den USA französischen Wein oder Champagner kauft, müsste bei einem 100-Prozent-Zoll mit einer Verdopplung des Verkaufspreises rechnen.