Ein Auto fuhr am Samstagabend in Berlin in eine Menschenmenge beim Christopher Street Day – mindestens ein Mensch starb, 16 wurden verletzt, drei davon lebensgefährlich. Die Polizei fahndet öffentlich nach einem 21-jährigen Tatverdächtigen, den Ermittler als mutmaßlichen Islamisten einstufen.
Aus Hessen meldeten sich mehrere Politiker zu Wort. Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) nannte die Tat einen „feigen und menschenverachtenden Anschlag" und kündigte eine politische Aufarbeitung an – zunächst stehe aber die Fahndung im Vordergrund. Die Grünen im hessischen Landtag zeigten sich „geschockt und fassungslos" und betonten, die queere Community schützen zu wollen. FDP-Fraktionschefin Wiebke Knell forderte ein konsequentes Vorgehen gegen islamistische Radikalisierung und mahnte, queere Menschen dürften ihre Identität nicht verstecken müssen.
DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi erklärte, der Angriff richte sich gegen die gesamte demokratische Gesellschaft. Die Gewerkschaft stehe an der Seite der queeren Community und werde sich weiter für ein solidarisches Miteinander einsetzen.
Anschlag auf Berliner CSD: Hessen und DGB rufen zu Solidarität auf
Warum das wichtig ist
Der Anschlag trifft eine öffentliche Veranstaltung, die Millionen Menschen in Deutschland besuchen – die politische Debatte über den Schutz queerer Veranstaltungen dürfte nun neu entfachen.