Vier von zehn Mehrfamilienhäusern in Deutschland könnten sofort auf eine Wärmepumpe umgestellt werden – ganz ohne Heizkörpertausch. Das zeigt eine Analyse des Gebäudedienstleisters Techem, der dafür Wärmedaten von 1,1 Millionen Wohnungen ausgewertet hat. Grundlage ist die Eignung für sogenannte Niedertemperatursysteme, also Heizungen, die mit niedrigeren Vorlauftemperaturen arbeiten als klassische Heizkörper.

Werden die Heizkörper ausgetauscht, steigt die Eignung auf rund 80 Prozent. Mit zusätzlichen gebläseunterstützten Niedertemperaturheizkörpern sogar auf 90 Prozent. Nur die verbleibenden 10 Prozent brauchen größere Eingriffe wie Fußbodenheizung oder zusätzliche Dämmung.

Wärmepumpen sind laut Studie auch finanziell attraktiv: Haushalte in entsprechend ausgestatteten Mehrfamilienhäusern zahlten 2025 im Schnitt 8,80 Euro pro Quadratmeter für Raumwärme – deutlich weniger als bei Erdgas (13,92 Euro) oder Fernwärme (16,02 Euro). Die Kosten blieben seit 2021 weitgehend stabil, während konventionelle Systeme stark anstiegen.