Der aktuelle Tankrabatt gilt nur noch bis Ende Dezember. Seit dem 1. Oktober hat die Bundesregierung die Energiesteuer um 14 Cent pro Liter gesenkt, dazu kommen drei Cent weniger Mehrwertsteuer – zusammen sollten 17 Cent Ersparnis an der Zapfsäule ankommen. Laut Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vom 15. Oktober erreichen bisher aber nur knapp zwei Drittel davon die Verbraucher.
Wenn der Rabatt ausläuft, drohen steigende Preise. CDU, CSU und SPD haben sich deshalb Mitte September im Koalitionsausschuss darauf geeinigt, spätestens zum 1. Januar 2027 einen Spritpreisdeckel einzuführen – nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens. Der Deckel soll zeitlich begrenzt und krisenbedingt sein, nicht starr vom Markt entkoppelt. Konkrete Pläne fehlen bislang.
SPD-Fraktionsvize Armand Zorn fordert Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nun auf, Eckpunkte zügig vorzulegen. Reiche steht dem Vorhaben skeptisch gegenüber: Ein Preisdeckel schwäche die mittelständische Raffineriewirtschaft, sagte sie noch kurz vor dem Koalitionsbeschluss.
Tankrabatt läuft aus – SPD drängt auf Spritpreisdeckel ab 2027
Warum das wichtig ist
Wer regelmäßig tankt, zahlt aktuell im Schnitt 2,13 Euro pro Liter Benzin und 2,29 Euro für Diesel – und muss ab Januar mit weiteren Preisanstiegen rechnen.