Wer größere Geldbeträge auf dem Girokonto parkt, geht ein doppeltes Risiko ein: Das Konto ist ein beliebtes Ziel für Cyberkriminelle, und das Geld liegt dort nahezu unverzinst. Tagesgeldkonten bieten in beiden Punkten Vorteile.

Der entscheidende Sicherheitsunterschied liegt in der Struktur: Vom Tagesgeldkonto lässt sich nicht direkt bezahlen. Wer Geld abheben will, muss es zunächst auf ein hinterlegtes Referenzkonto überweisen – das erschwert Angreifern den schnellen Zugriff. Beim Girokonto hingegen können Kriminelle nach einer erfolgreichen Kontoübernahme sofort Überweisungen auslösen. Verbraucherzentralen warnen vor Phishing, Schadsoftware und gestohlenen Zugangsdaten als häufigste Angriffswege. Bei der gesetzlichen Einlagensicherung gibt es keinen Unterschied: Beide Kontoarten schützen Guthaben bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank.

Gleichzeitig lohnt sich Tagesgeld finanziell: Die Renault Bank zahlt derzeit 4,1 Prozent Zinsen pro Jahr auf Beträge bis 250.000 Euro – allerdings nur für vier Monate als Aktionszins. Danach sinkt der Satz auf 2,0 Prozent, der zudem variabel und damit nicht garantiert ist.