Die Europäische Zentralbank hebt ihren Einlagensatz am 10. September um 0,25 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent an. Auslöser ist ein neuer Preisschub: Die Inflation im Euroraum stieg im August auf 3,3 Prozent, getrieben vor allem durch höhere Energiekosten.

Europas Banken gehören zu den klaren Gewinnern dieser Politik. Sie parken Milliardenbeträge bei den Zentralbanken des Euro-Systems – und kassieren dafür nun höhere Zinsen. Für Verbraucher und Staaten dreht sich die Rechnung um: Kredite werden teurer, Finanzierungskosten steigen.

Sparer können zwar auf bessere Tages- und Festgeldzinsen hoffen, doch Banken geben höhere Zentralbankzinsen weder vollständig noch sofort weiter. Wer nichts unternimmt, geht leer aus. Sinnvoll ist deshalb, Angebote aktiv zu vergleichen und Geld gestaffelt anzulegen – etwa für sechs, zwölf und 24 Monate. So bleibt man flexibel, falls weitere Zinsschritte folgen.