Zum Jahreswechsel 2026/2027 werden Strom- und Gasnetzentgelte – also die Gebühren für Transport und Nutzung der Leitungsnetze – teurer. Das zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox auf Basis veröffentlichter Netzbetreiberdaten. Beim Strom beträgt der bundesweite Anstieg durchschnittlich 1,9 Prozent, beim Gas rund drei Prozent.

Ein zentraler Grund: Der Bund kürzt seinen Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten um knapp eine Milliarde Euro auf 5,525 Milliarden Euro. Dieser Fehlbetrag schlägt sich in höheren Netzentgelten nieder. Die regionalen Unterschiede sind dabei erheblich – in den alten Bundesländern steigen die Stromnetzentgelte im Schnitt um zehn Euro, in den neuen Bundesländern sinken sie um durchschnittlich drei Euro. Am stärksten trifft es Hamburg.

Netzentgelte machen rund ein Viertel des Strompreises und etwa ein Fünftel des Gaspreises aus. Hinzu kommt beim Gas ein weiterer Preistreiber: Seit Beginn des Iran-Krieges sind die Großhandelspreise stark gestiegen, was viele Versorger an ihre Kunden weitergeben dürften.