Steigende Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs zwingen Eurowings zum Sparen. Die Lufthansa-Tochter führt bereits Gespräche mit der Bundesagentur für Arbeit über mögliche Kurzarbeit für ihre Beschäftigten im Winter. Gleichzeitig kürzt das Unternehmen sein Winterflugprogramm um rund fünf Prozent. Die Mitarbeiter wurden in dieser Woche schriftlich informiert.

Als Erstes trifft es die neu eingeführten Direktverbindungen von Köln und Stuttgart nach Dubai – auf diesen langen Strecken schlagen die gestiegenen Treibstoffkosten besonders stark durch. Weitere Streichungen sollen einzelne Flugfrequenzen betreffen, nicht aber ganze Strecken. Zum genauen Umfang der Kurzarbeit macht Eurowings keine Angaben. Laut einem internen Brief kostet der Kerosinpreisanstieg die Airline im laufenden Jahr fast 250 Millionen Euro mehr als geplant.

Auch die Weihnachtsfeier fällt dem Sparkurs zum Opfer, und in der Verwaltung sollen bis Ende 2028 rund 100 Stellen wegfallen. Gewerkschaft Verdi fordert, dass staatliche Kurzarbeitergeld-Zahlungen – also der Lohnersatz bei reduzierter Arbeitszeit – vom Unternehmen aufgestockt werden, da Mutterkonzern Lufthansa aktuell Gewinne erwirtschafte.