Eine neue Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) und des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung warnt vor schweren wirtschaftlichen Folgen der geplanten Kapitalrente – einem staatlich organisierten Kapitalfonds, der die gesetzliche Rente ergänzen soll.

Ab 2028 sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber schrittweise höhere Beiträge zahlen. Bis 2031 steigt der Beitragssatz um zwei Prozentpunkte, je zur Hälfte von beiden Seiten. Laut IMK und WSI klettert der Rentenbeitrag dadurch bis 2032 von derzeit 18,6 auf rund 22 Prozent – ohne die Reform läge er bei etwa 20,4 Prozent. Das Problem: Die zusätzlichen Gelder fließen nicht sofort als Renten zurück, sondern werden jahrzehntelang an Kapitalmärkten angelegt. Dadurch sinkt die Binnennachfrage. Die Folge: bis zu 250.000 Arbeitsplätze könnten wegfallen, das Wirtschaftswachstum bis Anfang der 2030er-Jahre um rund ein Prozent schrumpfen – gleichbedeutend mit 45 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung.