Die Rentenkommission der Bundesregierung hat ihre 33 Empfehlungen an Kanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bärbel Bas übergeben. Kernstück ist eine gesetzliche Kapitalrente mit individuellem Konto – das bisherige Umlagesystem, bei dem Beiträge direkt als Renten ausgezahlt werden, soll damit auf zwei Säulen gestellt werden.

Sowohl Merz als auch Bas werben dafür, alle Vorschläge vollständig umzusetzen. Ab 2028 sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber schrittweise zusätzliche Beiträge zahlen, bis 2031 steigt der Beitragssatz um zwei Prozentpunkte – je zur Hälfte von beiden Seiten. Laut einer Studie des IMK und WSI der Hans-Böckler-Stiftung könnte der Beitragssatz dadurch bis 2032 von derzeit 18,6 auf rund 22 Prozent klettern. Die Forscher warnen außerdem vor dem Wegfall von bis zu 250.000 Arbeitsplätzen und einem Wirtschaftswachstumsverlust von rund einem Prozent – entsprechend etwa 45 Milliarden Euro. Wirtschaft und Gewerkschaften äußern sich kritisch, auch unter Ökonomen gibt es Widerspruch.