Eine von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission schlägt vor, Minijobs weitgehend zu streichen. Künftig sollen nur noch Schülerinnen und Schüler auf dieser Basis beschäftigt werden dürfen – alle anderen Minijobber sollen ohne Ausnahmemöglichkeit in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Die Verdienstgrenze liegt 2026 bei 603 Euro im Monat.

Im ersten Quartal 2026 waren laut Minijob-Zentrale knapp 6,81 Millionen Menschen so beschäftigt, davon rund 6,5 Millionen im gewerblichen Bereich. Besonders betroffen wären Frauen: Im gewerblichen Bereich stellen sie 55,9 Prozent der Minijobber. Der Gaststättenverband Dehoga läuft Sturm gegen den Plan – in der Gastronomie arbeiten demnach 1,1 Millionen Menschen auf Minijob-Basis. Wirtschaftsweise-Chefin Monika Schnitzer und die Gewerkschaft NGG begrüßen den Vorstoß dagegen ausdrücklich und verweisen auf fehlende Rentenansprüche und Altersarmut.

Der Rentengewinn wäre rechnerisch gering: Ein verpflichtender Eigenbeitrag beim vollen Minijob brächte später rund 1,10 Euro mehr Monatsrente pro Beschäftigungsjahr.