Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hat am Dienstag ihren Abschlussbericht mit 33 Empfehlungen an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben. Merz kündigte unmittelbar danach die vollständige Umsetzung an: „Alle Elemente dieses Reformpakets müssen jetzt zügig umgesetzt werden." Bas stimmte zu: „Es gibt kein Rosinenpicken, es ist ein Gesamtkunstwerk."

Kern des Pakets ist eine neue gesetzliche Kapitalrente nach schwedischem Vorbild. Beschäftigte und Arbeitgeber zahlen je zur Hälfte einen zusätzlichen Beitrag von zusammen zwei Prozent, der auf individuellen Kapitalkonten am Kapitalmarkt angelegt wird – bei Verwaltungskosten von höchstens 0,1 Prozent pro Jahr. Daneben soll die abschlagsfreie Frührente nach 45 Beitragsjahren – bekannt als „Rente mit 63" – wegfallen. Wer mit Abschlägen früher aufhört, kann das künftig frühestens mit 64 statt bisher 63 Jahren tun. Nach 2031 soll das Renteneintrittsalter schrittweise an die Lebenserwartung gekoppelt werden; bis 2041 würde es demnach von 67 auf 67,5 Jahre steigen. Selbstständige und Abgeordnete sollen künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, Beamte vorerst nicht. Erste Gesetzentwürfe sollen bis Jahresende vorliegen.