Hessische Rentnerinnen erhalten 2025 durchschnittlich 970 Euro monatlich – und damit deutlich weniger als ihre männlichen Altersgenossen, die auf 1.540 Euro kommen. Die Lücke von 570 Euro ist dabei größer als noch vor zehn Jahren: 2015 betrug der Abstand 451 Euro.

Dabei sind die Renten beider Gruppen gestiegen. Frauen legten in den vergangenen zehn Jahren sogar stärker zu – um 58 Prozent gegenüber 45 Prozent bei Männern. Trotzdem wächst der Abstand, weil Männer von einer höheren Ausgangsbasis profitieren. Im bundesweiten Vergleich schneiden hessische Frauen schlecht ab: Nur das Saarland, Niedersachsen und Bremen liegen noch darunter. Ostdeutsche Rentnerinnen stehen deutlich besser da – Thüringerinnen erhalten im Schnitt 1.258 Euro. Grund dafür sind kontinuierlichere Erwerbsbiografien: Frauen in der DDR arbeiteten häufiger in Vollzeit und hatten weniger Unterbrechungen durch Kindererziehung.

Insgesamt beziehen in Hessen rund 1,43 Millionen Menschen Rente, darunter auch Hinterbliebenen- und Erwerbsminderungsrenten. Grundlage sind Daten aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken.