Die Rentenkommission hat ein Paket mit 33 Reformvorschlägen vorgelegt. Bundeskanzler Friedrich Merz will es vollständig umsetzen. Bei den Ministerpräsidenten stößt das Vorhaben überwiegend auf Zustimmung.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke nannte es eine „riesengroße Leistung", dass sich die Kommission auf 33 Punkte einigen konnte. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sprach von einem „guten Aufschlag", NRW-Chef Hendrik Wüst warnte davor, das Paket auseinanderzupflücken. Kritischer äußerten sich Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte: Beide lehnen es ab, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Bovenschulte zeigte sich zudem überrascht über den geplanten Beitragsanstieg.
Wirtschaftsverbände wie DIHK und BVR begrüßen die Vorschläge als wichtige Strukturreform. Gewerkschaften dagegen kritisieren vor allem die geplante Abschaffung der Rente nach 45 Beitragsjahren – also die abschlagsfreie Frührente für langjährig Versicherte. DGB-Chefin Yasmin Fahimi und Ver.di-Chef Frank Werneke sehen darin eine Abwertung der Lebensleistung vieler Beschäftigter.
Rentenkommission legt 33 Vorschläge vor – Länder mehrheitlich dafür
Warum das wichtig ist
Wer 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, könnte künftig nicht mehr abschlagsfrei früher in Rente gehen – das betrifft laut DIHK jährlich rund 250.000 Menschen.