Die Rentenkommission schlägt vor, die gesetzliche Rente um einen kapitalgedeckten Baustein zu ergänzen. Konkret sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils einen zusätzlichen Prozentpunkt auf den bestehenden Rentenbeitrag zahlen – insgesamt also zwei Prozentpunkte mehr. Das Geld fließt nicht ins Umlageverfahren, sondern wird individuell am Kapitalmarkt angelegt.

Bundeskanzler Merz nannte bei der Vorstellung der insgesamt 33 Empfehlungen eine Zahl: mindestens 30 Milliarden Euro jährlich. Der Aufbau soll schrittweise erfolgen – ab 2028 zunächst mit 0,5 Prozentpunkten, bis 2031 die vollen zwei Prozentpunkte erreicht sind. Für Jahrgänge, die bis Mitte der 2040er Jahre in Rente gehen, ist eine Übergangsregelung vorgesehen. Als Vorbild dienen Schweden, dessen AP-Fonds rund 410 Milliarden Euro verwalten, und Norwegen, dessen Staatsfonds knapp 1,9 Billionen Euro umfasst.

Die Bundesregierung will die Empfehlungen in den kommenden Monaten vollständig umsetzen. Die Kapitalrente wäre – anders als das bereits beschlossene Altersvorsorgedepot – verpflichtend und Teil der gesetzlichen Rente.