Ab Juli ersetzt die neue Grundsicherung das Bürgergeld – mit deutlich mehr Möglichkeiten, Leistungen zu kürzen. Die Umbenennung ist kein Zufall: Die SPD hatte das Bürgergeld einst eingeführt, um das unbeliebte Hartz IV zu beerben. Viele empfanden es jedoch als ungerecht.
Die Sanktionen greifen bereits jetzt stärker. Jobcenter-Mitarbeiter verhängten 2025 ein Viertel mehr Sanktionen als im Vorjahr – im Schnitt minderten diese die Auszahlung um 66 Euro. Gleichzeitig zeigt ein Besuch im Jobcenter: Druck allein löst die strukturellen Probleme nicht. Die Zahl der Bürgergeld-Empfänger ist zuletzt leicht gesunken, während die Zahl der Arbeitslosen, die Arbeitslosengeld beziehen, steigt. Eine weitere Änderung betrifft Geflüchtete aus der Ukraine: Wer nach März 2024 eingereist ist, erhält ab Juli Asylbewerberleistungen statt Bürgergeld – auch das eine Reaktion auf öffentliche Kritik an der bisherigen Regelung.
Bürgergeld endet im Juli – Grundsicherung mit härteren Sanktionen folgt
Warum das wichtig ist
Wer aktuell Bürgergeld bezieht, muss ab Juli mit strengeren Auflagen rechnen – Pflichtverstöße können die monatliche Auszahlung um durchschnittlich 66 Euro reduzieren.