Die Abschaffung der Rente mit 63 – der abschlagsfreien Frührente für langjährig Versicherte – kommt nicht von heute auf morgen. Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) stellte gegenüber RTL und n-tv eine Übergangsphase sowie Härtefallregelungen in Aussicht. Betroffen seien vor allem Menschen mit körperlich belastenden Berufen oder gesundheitlichen Einschränkungen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuvor bekräftigt, alle Anreize zur Frühverrentung beenden zu wollen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei warnte gleichzeitig davor, das 34-Punkte-Reformpaket aufzuschnüren: Die Maßnahmen stünden in einer Wechselbeziehung, Änderungen an einzelnen Punkten könnten das Gesamtpaket gefährden. Die Koalitionsspitzen beraten derzeit in Münster über einen Fahrplan für die Sozialreformen – ein Gesetz soll noch in diesem Herbst verabschiedet werden.
Aktuell liegt die durchschnittliche Rente für Bezieher der Rente mit 63 bei 1.696 Euro monatlich – deutlich über dem allgemeinen Durchschnitt von 1.195 Euro. Die Rentenkommission hatte die Abschaffung empfohlen; ihre Empfehlungen sieht Warken als Spielraum für die geplanten Härtefallregeln.
Rente mit 63: Warken kündigt Härtefallregeln beim Ausstieg an
Warum das wichtig ist
Wer auf die Rente mit 63 gesetzt hat, muss mit Änderungen rechnen – eine Übergangsfrist soll jedoch abrupte Einschnitte verhindern.