Ab Januar 2027 erhalten Eltern von Kindern, die vor 1992 geboren wurden, einen halben Rentenpunkt mehr – doch das Geld kommt erst ein Jahr später. Die Deutsche Rentenversicherung kann die Auszahlung technisch erst ab Januar 2028 leisten. Betroffene bekommen dann eine Einmalzahlung, die das gesamte Jahr 2027 rückwirkend abdeckt.
Der Grund für die Reform: Bislang wurden Kinder vor 1992 mit nur 2,5 Rentenpunkten für Erziehungszeiten bewertet, Kinder ab 1992 dagegen mit 3 Punkten. Diese Ungleichbehandlung betrifft rund zehn Millionen Menschen. Ab 2027 gilt für alle dieselbe Anrechnung. Finanziert wird die Änderung aus Steuermitteln, nicht aus Rentenbeiträgen – weil für Erziehungsleistungen nie Beiträge geflossen sind. Rechtlich haben übrigens nicht nur Mütter Anspruch, sondern alle sorgeberechtigten Erziehenden.
Ein Rentenpunkt ist derzeit 42,52 Euro wert. Der halbe Punkt Zugewinn ergibt 21,26 Euro mehr Rente pro Monat und Kind. Bei zwei vor 1992 geborenen Kindern sind das 42,52 Euro monatlich mehr.
Mütterrente III: Zehn Millionen warten bis 2028 auf ihr Geld
Warum das wichtig ist
Wer zwei Kinder vor 1992 großgezogen hat, erhält 2028 eine Einmalzahlung von rund 510 Euro für das Jahr 2027 – plus dauerhaft 42,52 Euro mehr Rente pro Monat.