Porsche hat den Verkauf seiner Beteiligungen an Bugatti Rimac und der Rimac Group aus Kroatien abgeschlossen und dabei rund eine Milliarde Euro erlöst. Die Behörden genehmigten die Transaktion am Mittwoch; die Verträge waren bereits im April unterzeichnet worden.
250 Millionen Euro des Erlöses fließen direkt in die Finanzierung von Pensionsverpflichtungen. Gleichzeitig hebt Porsche seine Prognose für die Netto-Cashflow-Marge – also den Anteil des freien Geldzuflusses am Umsatz – im Automobilbereich für 2026 deutlich an: von bisher drei bis fünf Prozent auf nun 5,5 bis 7,5 Prozent.
Der Verkauf ist Teil eines umfassenderen Sparkurses. Die Volkswagen-Tochter leidet unter einer Absatzkrise in China und baut bis 2035 fast 9.000 Stellen ab – etwa jede fünfte Stelle. Neben den Rimac-Anteilen beendete Porsche bereits die Batteriezellfertigung und das E-Bike-Geschäft. Die Unternehmensberatung MHP geht für einen Unternehmenswert von 320 Millionen Euro an den indischen IT-Konzern Tata Consultancy.
Porsche verkauft Rimac-Anteile und nimmt eine Milliarde Euro ein
Warum das wichtig ist
Für Porsche-Aktionäre verbessert sich die Finanzlage spürbar: Die Cashflow-Marge steigt um bis zu 2,5 Prozentpunkte gegenüber der alten Prognose.