Die Europäische Zentralbank hebt ihren Einlagenzins – den Zinssatz, zu dem Banken überschüssiges Geld bei der EZB parken – von 2,25 auf 2,5 Prozent an. Ökonomen bewerten diesen Schritt als nahezu sicher. Der Beschluss fällt am Donnerstag, den 10. September, und wird um 14.15 Uhr nach einer auswärtigen Sitzung des EZB-Rates in Berlin bekanntgegeben.
Auslöser ist ein deutlicher Anstieg der Verbraucherpreise im Euroraum: Im August lag die Inflation bei 3,3 Prozent – der höchste Wert seit September 2023 und weit über dem EZB-Ziel von 2,0 Prozent. Haupttreiber sind gestiegene Energiepreise infolge des Iran-Kriegs, die sich an Tankstellen und bei Heizöl bemerkbar machen. In Deutschland kletterte die Inflation im August auf 2,9 Prozent. Mit höheren Zinsen verteuert die EZB Kredite und bremst so die Nachfrage – ein klassisches Mittel gegen Inflation.
Gleichzeitig legt die EZB neue Prognosen zu Inflation und Konjunktur im Euroraum vor.
EZB erhöht Leitzins auf 2,5 Prozent – Inflation treibt Notenbank zum Handeln
Warum das wichtig ist
Sparer können von besseren Tages- und Festgeldzinsen profitieren – allerdings nur, wenn sie aktiv Angebote vergleichen, denn Banken geben Zinserhöhungen nicht automatisch weiter.