Die private Krankenversicherung wird für mehr als die Hälfte ihrer Versicherten teurer. Der PKV-Verband erwartet, dass 53 Prozent der rund 8,8 Millionen Vollversicherten ab Januar 2027 im Schnitt 13,4 Prozent mehr zahlen müssen.

Dabei trifft es zwei Gruppen unterschiedlich hart: Beamte mit Beihilfeanspruch zahlen durchschnittlich 11,4 Prozent mehr, alle anderen Versicherten 15,3 Prozent. Es ist bereits das dritte Jahr in Folge mit spürbaren Aufschlägen – 2025 stiegen die Beiträge noch um 18 Prozent, 2026 um 13 Prozent. Der Grund ist derselbe wie bei den gesetzlichen Krankenkassen: steigende Ausgaben für Ärzte, Krankenhäuser und Medikamente. Beitragsanpassungen sind in der PKV gesetzlich geregelt und greifen erst, wenn die tatsächlichen Kosten eines Tarifs die ursprüngliche Kalkulation um mindestens zehn Prozent übersteigen.

Zum Vergleich: In Deutschland sind 74,4 Millionen Menschen gesetzlich versichert. In die PKV wechseln dürfen nur Arbeitnehmer, die 2026 mehr als 77.400 Euro brutto verdienen, sowie Selbständige und Beamte.