Der Bundestag hat am Donnerstagabend mit den Stimmen von CDU, CSU und SPD eine schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen. Betroffen sind Zigaretten, Feinschnitt (Tabak zum Selbstdrehen) und E-Zigaretten-Liquids.
Konkret heißt das: Eine Schachtel mit 20 Zigaretten kostet derzeit im Schnitt gut acht Euro. Bis 2030 soll der Durchschnittspreis auf knapp zwölf Euro steigen. Bei Liquids für E-Zigaretten soll der Steuersatz ab 2027 auf 38 Cent pro Milliliter steigen und bis 2030 auf 44 Cent klettern. Der Bund erwartet durch die Anhebung rund zwölf Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen in vier Jahren – 2030 sollen es 4,5 Milliarden Euro mehr als heute sein. Die Tabakbranche bezweifelt das: Sie befürchtet, dass Raucher auf den Schwarzmarkt ausweichen. Die Bundesregierung begründet die Maßnahme mit Haushaltskonsolidierung und Gesundheitsschutz. Laut Deutschem Krebsforschungszentrum starben 2023 rund 131.000 Menschen in Deutschland an tabakbedingten Erkrankungen. In Deutschland rauchen laut Mikrozensus 2025 rund 19 Prozent der Menschen ab 15 Jahren.
Bundestag erhöht Tabaksteuer – Zigaretten kosten 2030 zwölf Euro
Warum das wichtig ist
Wer eine Schachtel Zigaretten täglich raucht, zahlt bis 2030 rund 1.460 Euro mehr pro Jahr als heute.