Ein Platz im Pflegeheim kostet Bewohnerinnen und Bewohner in Deutschland durchschnittlich 3.364 Euro pro Monat aus eigener Tasche. Das hat der Verband der Ersatzkassen zum 1. Juli 2026 errechnet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um 256 Euro.

Besonders stark gestiegen ist der sogenannte Einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE) – ein Fixbetrag, den alle Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 2 bis 5 innerhalb einer Einrichtung gleichermaßen zahlen müssen. Er kletterte um mehr als 12 Prozent auf nun 1.775 Euro monatlich. Regional gibt es deutliche Unterschiede: In Bremen liegt der Eigenanteil mit 3.761 Euro am höchsten, in Sachsen-Anhalt mit 2.891 Euro am niedrigsten. VDEK-Chefin Ulrike Elsner warnt, steigende Personalkosten dürften nicht zur „Belastung der Pflegebedürftigen" werden.

Eine geplante Pflegereform von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) soll das System stabilisieren, könnte die private Belastung in bestimmten Fällen aber zunächst sogar erhöhen. Private Pflegezusatzversicherungen gelten deshalb als mögliche Absicherung gegen das wachsende Kostenrisiko.