Rund 13,6 Millionen Menschen leben in Deutschland in reinen Ruheständler-Haushalten. Ihr mittleres Nettoeinkommen liegt bei 2.330 Euro pro Monat – so zeigen es neue Daten des Statistischen Bundesamts aus der EU-Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025.
Der Ost-West-Unterschied ist dabei kleiner als oft angenommen: Im Osten kommen Rentner-Haushalte auf 2.270 Euro, im Westen auf 2.350 Euro – eine Lücke von gerade 80 Euro. Größer ist der Unterschied bei der Einkommensstruktur. Im Osten stammen 96 Prozent der Einkünfte aus Renten und Pensionen, im Westen sind es 92 Prozent. Dort fließen gut vier Prozent aus Vermögen wie Mieteinnahmen oder Kapitalerträgen – im Osten nur ein Prozent. Auch beim Wohneigentum klafft eine deutliche Lücke: 61 Prozent der westdeutschen Ruheständler leben im Eigentum, im Osten sind es nur 44 Prozent.
Das Armutsrisiko ist dagegen nahezu gleich verteilt. Bundesweit gelten 18,9 Prozent der Menschen ab 65 im Ruhestand als armutsgefährdet – also fast jeder Fünfte. Im Osten liegt die Quote bei 18,5 Prozent, im Westen bei 19,0 Prozent. Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung hat.
Rentner haben im Schnitt 2.330 Euro – fast jeder Fünfte ist arm
Warum das wichtig ist
Fast jeder fünfte Rentner-Haushalt gilt als armutsgefährdet – unabhängig davon, ob er im Osten oder Westen lebt.