Steigende Ölpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten lassen die Spritpreise in Deutschland auf Mehrjahreshochs klettern – während Elektroautos gleichzeitig deutlich erschwinglicher werden.

Benzin der Sorte E10 kostete am Sonntag im bundesweiten Durchschnitt 2,152 Euro pro Liter, Diesel 2,177 Euro – jeweils der achte Anstieg in Folge laut ADAC. E10 liegt damit rund 13,6 Cent über dem Niveau von vor zwei Wochen und nur noch etwa 5 Cent unter seinem Allzeithoch von 2022.

Haupttreiber ist der Ölpreis: Brent-Rohöl – die europäische Referenzsorte – stieg erstmals seit über einem Monat auf über 90 Dollar je Barrel (159 Liter). Grund sind Kämpfe im Persischen Golf, eine US-Seeblockade gegen iranische Häfen sowie eine angekündigte Huthi-Blockade gegen Saudi-Arabien. Der Rohöltransport durch die Straße von Hormus sank laut Bloomberg von 8,5 auf 3,9 Millionen Barrel täglich.

Die Bundesregierung plant trotz der hohen Preise keine neuen Entlastungsmaßnahmen; der Ende Juni ausgelaufene Tankrabatt wird nicht erneuert.

Auf der anderen Seite der Mobilitätsbilanz: Elektroautos sind laut einer Studie von Fraunhofer ISI und ICCT inflationsbereinigt seit 2020 um 18 Prozent günstiger geworden – Verbrenner dagegen um 2 Prozent teurer. Forscher erwarten bis 2030 Preisparität zwischen beiden Antriebsarten in Europa.