Der Brent-Rohölpreis ist am Mittwoch um 4,3 Prozent auf 73,74 Dollar je Barrel gefallen – den tiefsten Stand seit dem 27. Februar, dem Tag vor Beginn des Iran-Kriegs. Damit hat sich Rohöl innerhalb weniger Tage deutlich verbilligt: Am vergangenen Freitag kostete ein Barrel noch über 80 Dollar.

Hintergrund sind Fortschritte im Nahost-Konflikt. Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran laufen in der Schweiz, gleichzeitig passieren wieder mehr Handelsschiffe die Straße von Hormus – eine Schlüsselroute für Rohöltransporte aus dem Persischen Golf. US-Präsident Donald Trump erklärte, der Iran erhebe keine Durchfahrtsgebühren mehr. Die Blockade der Meerenge hatte den Ölpreis im März zeitweise auf über 120 Dollar getrieben.

An der Wall Street verliefen die Handelsgewinne des Tages im Sand. Der Dow Jones legte 0,4 Prozent auf 51.849 Punkte zu, der S&P 500 schloss nahezu unverändert, der technologielastige Nasdaq gab 0,4 Prozent auf 25.477 Punkte nach. Besonders Technologiewerte standen unter Druck – nach starken Verlusten vom Vortag hielten sich Anleger vor erwarteten Quartalszahlen zurück.