Acht der weltgrößten Ölkonzerne haben im zweiten Quartal zusammen knapp 93 Milliarden Dollar verdient – fast doppelt so viel wie die rund 50 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Das zeigt eine Auswertung der Quartalszahlen durch den britischen „Guardian". Konkret heißt das: Die Unternehmen erzielten jede Minute mehr als 700.000 Dollar Gewinn.
Zu den acht Konzernen zählen Saudi Aramco, BP, Shell, Equinor, TotalEnergies, Eni, Chevron und ExxonMobil. Den größten Sprung machte Saudi Aramco: Der staatliche saudi-arabische Konzern steigerte seinen Gewinn um 34 Prozent auf über 33 Milliarden Dollar. Treiber war der Irankrieg – das erste vollständige Quartal seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran –, der den Ölpreis auf über 126 Dollar pro Barrel trieb. Die Marktbewertungen aller acht Konzerne stiegen zusammen um rund 600 Milliarden Dollar auf über drei Billionen Dollar.
Gleichzeitig belegt eine im Fachjournal „Nature" erschienene Studie, dass der menschengemachte Klimawandel Hitzewellen seit 2000 häufiger und intensiver gemacht hat. Rund ein Viertel aller dokumentierten Hitzewellen seit 2000 hätte es ohne Klimawandel sehr wahrscheinlich nicht gegeben.
Acht Ölkonzerne verdoppeln Gewinne auf 93 Milliarden Dollar
Warum das wichtig ist
Der US-Benzinpreis stieg seit Beginn des Iran-Konflikts um fast 40 Prozent – wer tankt, zahlt die Kriegsprämie direkt an der Zapfsäule.