Alexander Schweitzer (SPD) ist seit Mittwoch Bundesarbeitsminister – und steht sofort unter Druck. Im Koalitionsstreit über die abschlagsfreie Frührente nach 45 Beitragsjahren, umgangssprachlich „Rente mit 63", strebt er nach eigenen Worten einen „guten Kompromiss" an.
Schweitzer tritt das Amt nach dem Rücktritt seiner Vorgängerin Bärbel Bas an. Er betonte, der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD halte die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren grundsätzlich aufrecht. Gleichzeitig räumte er ein, dass darüber noch „politische Debatten stattfinden" müssten. Kanzler Friedrich Merz habe er zugesichert, zügig und gründlich zu arbeiten.
Auch Finanzminister Lars Klingbeil zeigte sich optimistisch, dass die Koalition die Rentenreform schnell umsetzen werde – ließ aber offen, wann konkret mit Ergebnissen zu rechnen sei.
Neuer Arbeitsminister Schweitzer sucht Kompromiss bei Frührente
Warum das wichtig ist
Wer 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, muss weiter damit rechnen, dass sich die Bedingungen für eine abschlagsfreie Frührente ändern könnten – ein Ergebnis steht noch aus.