Börsengehandelte Indexfonds, kurz ETFs, gelten als einfache und günstige Möglichkeit, Geld breit gestreut anzulegen. Doch das Angebot wächst rasant – und damit auch die Komplexität.
Allein in Deutschland stehen inzwischen mehr als 3.000 ETFs zur Auswahl, fast doppelt so viele wie vor sechs Jahren. Neben klassischen Indexfonds, die einen Börsenindex wie den DAX möglichst genau nachbilden, drängen immer mehr spezialisierte Produkte auf den Markt: Themen-ETFs auf Trends wie Künstliche Intelligenz, sogenannte Hebel-ETFs, die Kursgewinne und -verluste vervielfachen, sowie aktiv gemanagte ETFs, bei denen ein Fondsmanager oder ein computergestütztes Modell die Titelauswahl übernimmt. Diese aktiven Varianten ähneln damit herkömmlichen Investmentfonds – werden aber wie Aktien an der Börse gehandelt. Gleichzeitig wächst auch das Angebot an Anleihen-ETFs, mit denen Anleger regelmäßige Zinszahlungen erzielen können.
Nach einer Umfrage des Geldratgebers Finanztip hält mehr als jeder Fünfte, der ETFs kennt, die Produkte für schwer vergleichbar.
ETF-Markt wächst – und wird für Anleger komplizierter
Warum das wichtig ist
Wer heute einen ETF kaufen möchte, wählt aus über 3.000 Produkten – ein genauer Blick auf Kosten, Strategie und Risiko lohnt sich vor dem Kauf mehr denn je.