Der Anstieg der Angebotsmieten in Deutschland verliert deutlich an Fahrt. Im zweiten Quartal 2026 legten die Mieten in 37 untersuchten Städten und Regionen nominal nur noch um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Inflationsbereinigt ergibt das ein Minus von 0,4 Prozent – bereits das zweite reale Quartalsminus in Folge. Das zeigt der Greix-Mietpreisindex des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), der Angebotsmieten – also Preise neu inserierter Wohnungen – auswertet.
Das Bild ist allerdings uneinheitlich. Köln legte im Jahresvergleich um 6,0 Prozent zu, Hamburg um 5,1 Prozent, Düsseldorf um 4,1 Prozent – alle drei deutlich über dem bundesweiten Schnitt von 3,0 Prozent. Berlin dagegen verzeichnete als einzige der großen Metropolen ein Jahresminus von 0,8 Prozent. München bleibt mit 23,70 Euro pro Quadratmeter die teuerste Stadt, gefolgt von Frankfurt (17,80 Euro) und Hamburg (16,50 Euro). Leipzig ist mit 10,50 Euro am günstigsten.
Zugleich zeigt das IfW: Hohes Preisniveau und starke Dynamik fallen nicht zwingend zusammen. Stuttgart gehört trotz stagnierender Mieten weiter zu den teuersten Märkten.
Mietanstieg bremst sich ab – Berlin verzeichnet erstmals Rückgang
Warum das wichtig ist
Wer in Köln, Hamburg oder Düsseldorf eine neue Wohnung sucht, zahlt bis zu 6 Prozent mehr als vor einem Jahr – in Berlin dagegen sind Angebotsmieten leicht gesunken.