Die Verkehrsminister der Länder wollen ein bundesweites Ticket für gelegentliche Bus- und Bahnfahrer einführen. Nordrhein-Westfalen und Hamburg haben dazu einen gemeinsamen Antrag für die Verkehrsministerkonferenz eingebracht, die am Mittwoch und Donnerstag im bayerischen Schwangau tagt.
Das Konzept setzt auf einen smartphonebasierten „In/Out-Tarif": Fahrgäste checken per Handy ein und am Ziel wieder aus – das System berechnet automatisch den günstigsten Preis. Gleichzeitig ist der monatliche Gesamtbetrag gedeckelt: Wer viel fährt, zahlt nie mehr als für ein Deutschlandticket, das aktuell 63 Euro kostet und im Januar auf 66,80 Euro steigt. Vorbild ist das NRW-Angebot „eezy.nrw", über das im September allein mehr als 1,4 Millionen Fahrten abgerechnet wurden. NRW soll laut Beschlussvorlage die konkrete Ausgestaltung erarbeiten. Der Antrag sieht zunächst eine Arbeitsgruppe vor, die ein bundesweites Konzept entwickeln soll.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) betonte, Gelegenheitsfahrer müssten „genauso unkompliziert und zu fairen Konditionen" reisen können wie Vielfahrer mit dem Deutschlandticket.
Länder planen bundesweites ÖPNV-Ticket für Gelegenheitsfahrer
Warum das wichtig ist
Wer Bus und Bahn nur selten nutzt und kein Monatsabo will, könnte künftig mit dem Smartphone einsteigen und automatisch den günstigsten Preis zahlen – ohne sich durch verschiedene Verbundtarife zu kämpfen.