Deutschland hat von Januar bis August 2026 insgesamt 49,1 Millionen Tonnen Rohöl importiert und dafür 30,0 Milliarden Euro gezahlt. Das sind 21,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2025, obwohl die eingekaufte Menge sogar leicht um 0,6 Prozent sank. Teurer wurde Rohöl also nicht wegen höherer Nachfrage, sondern wegen gestiegener Preise – ausgelöst durch Konflikte im Nahen Osten.

Im August 2026 kostete eine Tonne Rohöl im Schnitt 607 Euro. Den bisherigen Jahreshöchststand erreichte der Preis im Mai mit 768 Euro je Tonne. Über die ersten acht Monate gerechnet zahlte Deutschland durchschnittlich 610 Euro pro Tonne.

Wichtigster Lieferant waren die Vereinigten Staaten mit 10,8 Millionen Tonnen, gefolgt von Norwegen und Kasachstan. Zusammen deckten diese drei Länder 52,2 Prozent des deutschen Rohölbedarfs ab. Trotz ihrer Rolle als weltgrößter Ölproduzent konnten die USA den globalen Preisanstieg nicht abfedern – Rohöl wird weltweit gehandelt, sodass Engpässe im Nahen Osten die Preise überall treiben.