Wer seine Krankenkasse nicht wechselt, zahlt möglicherweise deutlich zu viel. Die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Kassen – ein Aufschlag auf den allgemeinen Beitragssatz, den jede Kasse individuell festlegt – klaffen 2026 weit auseinander: Die günstigsten Anbieter verlangen 2,18 Prozent, die teuersten 4,39 Prozent. Das sind 2,21 Prozentpunkte Unterschied.
Konkret heißt das: Bei einem Bruttogehalt von 3.500 Euro im Monat trennen die günstigste und die teuerste Kasse rund 470 Euro im Jahr. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen den Zusatzbeitrag je zur Hälfte. Die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen sind dabei bei allen Kassen zu über 95 Prozent identisch – wer wechselt, verzichtet also auf nahezu nichts.
Der Wechsel selbst ist unkompliziert: Die Anmeldung bei der neuen Kasse genügt, den Rest regeln die Kassen untereinander. Erhöht die eigene Kasse ihren Zusatzbeitrag, greift zudem ein Sonderkündigungsrecht – die reguläre Kündigungsfrist entfällt dann.
Krankenkassen-Wechsel spart bis zu 470 Euro im Jahr
Warum das wichtig ist
Bei 3.500 Euro Bruttogehalt kann ein Kassenwechsel zur günstigsten Kasse knapp 470 Euro pro Jahr sparen – ohne Leistungseinbußen.